Jörg Bode: Neues Baustellenmanagement ist krachend gescheitert

Die neueste Staustatistik des ADAC zeigt: Das von Wirtschaftsminister Althusmann angekündigte verbesserte Baustellenmanagement ist krachend gescheitert. „Nach einem Jahr muss man feststellen, dass die ergriffenen Maßnahmen die Situation sogar verschlechtert haben“, resümiert der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jörg Bode. In keinem Flächenland gebe es ein ähnlich katastrophales Ergebnis.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Staulängen in Niedersachsen um 27,8% Prozent erhöht (Im Vergleich zu 2015 sind es sogar 82,9%), Das zweitschlechteste Bundesland NRW verzeichnet lediglich eine Steigerung der Staulänge um 6,8%. „Zum Vergleich blicken wir nach Bayern. Dort wurden die Staus in zwei aufeinanderfolgenden Jahren sogar reduziert, obwohl das Bauvolumen zugenommen hat“, so Bode weiter. Die Bayern setzen auf eine digitalisierte Technologie für das Baustellenmanagement. „Das kommt übrigens aus Niedersachsen“, merkt Jörg Bode an.

Arbeiten auf den Autobahnen müssten möglichst zügig fertig gestellt werden. „Ein Betrieb in mehreren Schichten muss zur Regel werden und darf nicht die Ausnahme sein“, fordert Bode. Deshalb sei es sinnvoll, die Dauer der Arbeiten möglichst kurz zu halten. Bode: „Wir fordern, dass der Rund-um-die-Uhr-Betrieb in mehreren Schichten zur Regel wird.“  Das gelte besonders für sensible Strecken wie beispielsweise die Autobahnen A1, A2 und A7.

Hintergrund: Die neueste Stau-Statistik des ADAC belegt, dass die Staukilometer und Staulängen in Niedersachsen im vergangenen Jahr stark angestiegen sind. Ursachen für die Staus waren überwiegend Baustellen.