Mittelstand sollte besser von EU-Förderprogramm profitieren – Ausschuss berät Antrag der FDP-Fraktion

Hannover. Die FDP-Fraktion setzt sich dafür ein, dass Unternehmen aus Niedersachsen stärker von europäischen Förderprogrammen profitieren. Im Wissenschaftsausschuss des Landtages wurde heute dazu ein Antrag der FDP-Fraktionzum EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 diskutiert. „Am aktuellen Forschungsprogramm hat Deutschland gerade mal einen Anteil von 23 Prozent. Die Politik muss frühzeitig sicherstellen, dass Horizon 2020 von innovativen, mittelständischen Unternehmen intensiver genutzt wird”, sagt Almuth von Below-Neufeldt, wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Das Forschungsprogramm verfügt über ein Budget von 80 Milliarden Euro für sieben Jahre.

Von Below-Neufeldt fordert bei der Nutzung des Programms so wenig Bürokratie wie möglich. „Gerade viele Mittelständler haben durch lange Bearbeitungszeiten und einen hohen personellen Aufwand allein schon für das Förderverfahren viel weniger Chancen als andere. Das geht auch einfacher.” Die FDP-Fraktion plädiert in dem Antrag deshalb unter anderem dafür, die Bearbeitungszeit von eingereichten Förderanträgen zu verringern. „Außerdem brauchen wir für kleinere und mittlere Unternehmen länderübergreifende Netzwerke und Unterstützung, damit diese schneller Partner für Förderanträge finden können”, sagt die FDP-Wissenschaftspolitikerin. Hier könnten zahlreiche Kooperationen, die es bereits heute zwischen niedersächsischen und niederländischen Unternehmen gebe, als Vorbild dienen. Von Below-Neufeldt macht darüber hinaus deutlich: „Es ist wichtig, dass keine Fristen verpasst werden. Ziel muss sein, dass möglichst viele Mittel aus dem Programm Horizon 2020 in Niedersachsen investiert werden.”