Mysteriöse “Ermittlungstaktik” im mutmaßlichen Gammelfleisch-Skandal – Agrarminister versteckt sich hinter dem Staatsanwalt

Hannover. Im mutmaßlichen Gammelfleisch-Skandal in Bad Bentheim mauert die rot-grüne Landesregierung weiter. FDP-Vize-Fraktionschef Jörg Bode sagte nach der Sitzung des Verbraucherschutz-Ausschusses im Landtag: „Der grüne Agrarminister versteckt sich hinter der Staatsanwaltschaft. Die Proben stammen aus dem Juni und ein halbes Jahr später werden genaue Ergebnisse aus Teilen der Proben aus angeblichen ermittlungstaktischen Gründen der Staatsanwaltschaft nicht mitgeteilt. Das ist aus Sicht des Verbraucherschutzes – vorsichtig formuliert – überraschend.” Irritierend sei auch, dass fünf Proben leichtfertig, vermutlich aus Kostengründen, für Gammelfleisch-Untersuchungen zerstört worden sind. Positiv sei zu bewerten, dass offenbar keine Proben verloren gegangen sind. „Das hätte der Agrarminister dem Landtag schon vergangene Woche darlegen können”, bemängelt der FDP-Politiker.

Bode appelliert an den Agrarminister, die Verbraucher so schnell wie möglich umfassend zu informieren. De stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion äußert sich enttäuscht, dass der Minister selbst nicht dem Ausschuss Rede und Antwort gestanden habe. „Noch vor einem Jahr hätte der grüne Agrarpolitiker nicht akzeptiert, dass der Minister in so einem Fall nicht persönlich für Aufklärung sorgt. Jetzt bleibt Meyer lieber selbst hinter dem Minister-Schreibtisch sitzen”, so Bode.  Meyer halte an seinem Kurs der Intransparenz fest.