Hermann Grupe: Der Wolf muss ins Jagdrecht - Bestand auf erträgliches Maß reduzieren

Hermann Grupe

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Hermann Grupe, wirft der Landesregierung vor, beim Umgang mit dem Wolf auf eine Hinhaltetaktik zu setzen. „Meine Fraktion beantragt seit 2017, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Auch Abgeordnete der Regierungsfraktionen versprechen das regelmäßig. Seitdem wird der Antrag aber immer wieder vertagt und wir werden damit vertröstet, dass es bald ein neues Jagdrecht geben soll. Damals gab es 120 Wölfe in Niedersachsen, mittlerweile liegt der Bestand bei mehr als 400 Tieren. Das verträgliche Maß ist weit überschritten“, so Grupe.

Nun liege der Entwurf für ein neues Jagdrecht vor, allerdings ohne die Aufnahme des Wolfes. „Die Landesregierung darf nicht weiter untätig bleiben. Die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht ist lange überfällig, aber nur der erste Schritt. Der ‚günstige Erhaltungszustand‘ ist längst erreicht, der Wolf muss reguliert werden“, fordert Grupe. In einigen Regionen Niedersachsens sei die Wolfsdichte mittlerweile höher als in Alaska. Die Situation werde zunehmend unbeherrschbar, da die Population exponentiell wachse. „Das ist nicht nur eine Gefahr für unsere Wildbestände, auch der Schutz von Weidetieren ist kaum möglich. Der günstige Erhaltungszustand muss festgestellt werden, und wenn es zunächst nur regional für Norddeutschland ist. Der Wolf muss endlich ins Jagdrecht und der Bestand auf ein verträgliches Maß von 300 Tieren reduziert werden“, fordert der FDP-Landwirtschaftsexperte.

 

Hintergrund: Im Rahmen der Aktuellen Stunde der FDP-Fraktion „Den Wolf bejagen – Die Weidetiere schützen“, debattierte der niedersächsische Landtag heute über den weiteren Umgang mit dem Wolf.

 

Katrin van Herck
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