Jörg Bode zum Beherbergungsverbot: Ministerpräsident Weil muss diesem Spuk ein Ende bereiten - besser heute als morgen

Jörg Bode

Hannover. Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Jörg Bode, fordert Ministerpräsident Weil auf, das Beherbergungsverbot in Niedersachsen zurückzunehmen. Bode: "Die bestehenden Maßnahmen und Regeln in Hotels sollen Gäste und Personal vor einer Ansteckung schützen, selbst wenn ein infizierter Gast in ein Hotel eincheckt. Die Konzepte sind belastbar, während es völlig unklar bleibt, warum ein innerdeutsches Einreiseverbot einen Effekt auf die Infektionszahlen haben soll."

Nach dem Shutdown sei das Verbot, Gäste aus Risikogebieten zu beherbergen, der nächste schwere Schlag für die Hotel- und Gastrobranche. Bode: "Für die Branche ist das verheerend. Gleichzeitig bleibt die Landesregierung eine Begründung schuldig, weshalb in Hotels, die Hygieneregeln detailliert umsetzen, das Risiko nun ein anderes sein soll als noch im Sommer. Man kann nicht die Reisefreiheit der Bürgerinnen und Bürger einschränken und dem Gastgewerbe die wirtschaftliche Grundlage nehmen, ohne dafür einen triftigen Grund zu liefern." Er ergänzt: "Während die Corona-Regeln seit Monaten bekannt sind und in Hotels und Gastronomie umgesetzt werden, sorgt die Landesregierung nun mit einem Schnellschuss für Chaos und Verunsicherung. Wir appellieren an den gesunden Menschenverstand von Ministerpräsident Weil, diesem Spuk noch vor der Runde mit den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin ein Ende zu setzen - besser heute als morgen!"

 

Hintergrund: Seit Samstag gilt in Niedersachsen ein Beherbergungsverbot für Einreisende aus innerdeutschen Risikogebieten. Daran gibt es wachsende Kritik. Ministerpräsidenten und Kanzlerin wollen am Mittwoch das weitere Vorgehen in der Corona-Krise besprechen.  

 

Franz Teresiak
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