Lars Alt: Land muss Studentenwerken unter die Arme greifen

Lars Alt

Inflation und gestiegene Energiepreise stellen Studierende und das universitäre Umfeld in Niedersachsen vor immer größere finanzielle Herausforderungen. Wegen hoher Energie- und Lebensmittelkosten werden aktuell bereits Öffnungszeiten von Mensen eingeschränkt und Essenspreise angehoben. Zudem erhalten aktuell viele Studierende Briefe, in denen wegen einer Erhöhung der Betriebskostenpauschale Mieten in Studentenwohnheimen um teilweise über 20 Prozent steigen. Hierauf weist der wissenschaftspolitische Sprecher FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Lars Alt, hin.

„Viele Studierende befinden sich aktuell in einer äußerst angespannten Situation, da ihre Kosten des alltäglichen Lebens massiv steigen, nicht aber ihr finanzielles Einkommen durch einen Nebenjob. Mehrkosten dieser Art machen sich bereits im Geldbeutel von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bemerkbar - für Studierende bedeuten sie eine existenzielle Krise. Unter allen Umständen muss verhindert werden, dass Studierende in die Armutsfalle rutschen, zur Tafel müssen oder möglicherweise sogar zugunsten eines Vollzeitjobs ihr Studium aufgeben", macht Alt deutlich.

"Die CDU hat im Bundesbildungsministerium jahrelang eine BAföG-Reform verschlafen, die die Ampel im Bund nun nachgeholt hat, damit wieder mehr junge Menschen den Zugang zum BAföG erhalten. Damit ist ein Anfang gemacht. Aber die Hilfen für Studierende im Bund werden in keiner Weise mit Hilfen vom Land ergänzt", so Alt weiter. Als Beispiel nennt der FDP-Politiker die finanzielle Unterstützung der Studentenwerke durch das Land: "Die Finanzhilfe des Landes für die niedersächsischen Studentenwerke blieb in der gesamten Wahlperiode nahezu unverändert. Erst für das Jahr 2023 ist eine Erhöhung vorgesehen, die dann aber noch nicht einmal die Inflation ausgleicht. Dieses Versäumnis von SPD und CDU rächt sich jetzt. Unabhängig von der Regierungskonstellation im Herbst, müssen die Studentenwerke spürbar und nachhaltig spätestens im kommenden Nachtragshaushalt finanziell besser aufgestellt werden, dies gilt insbesondere für die Grundfinanzierung, aber auch für die Sanierung von Wohnheimen", erklärt Alt. 

Hintergrund: Die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hat zur Frage der Landeszuschüsse an Studentenwerke eine Kleine Anfrage eingereicht, die Sie hier bereits nachlesen können.

 

Thomas Wille
Stellvertretender Pressesprecher
Tel. +49 (0) 511 30 30 43 07
Mobil: +49 (0) 173 75 47 522
thomas.wille@liberale-nds.de