Marco Genthe: Der Sport in Niedersachsen braucht dringend eine Perspektive

Dr. Marco Genthe

Der innenpolitische Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Marco Genthe, fordert die Landesregierung auf, sich verstärkt um eine Perspektive für den Sport zu bemühen. Dass Einschränkungen für die Bürger zur Bekämpfung der Pandemie notwendig seien, sei klar. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Lebens- und Wirtschaftsbereichen scheine der Sport bei den Entscheidungsträgern als eine Art Luxus gesehen zu werden, der nicht sonderlich relevant zu sein scheint. „Doch der Sport von Millionen von Menschen, ob nun in der Schule, im Sportverein, im Fitnessstudio oder auch bei privaten Treffen ist nicht nur Luxus. Er ist für die körperliche und psychische Gesundheit absolut notwendig“, so Genthe. Sport über einen langen Zeitraum zu verbieten, könne bedeuten, die Kranken von morgen zu produzieren. Sport diene nicht nur als körperliche Betätigung, sondern habe auch eine erhebliche soziale Komponente.

Hinzu komme, dass die Sportvereine aufgrund der Lockdowns Tausende von Mitglieder verlieren. „Allein der Stadtsportbund Hannover meldet ein Minus von 6.300 Mitgliedern. Das ist auch ein schwerer Schlag gegen das ehrenamtliche Engagement in Niedersachsen“, weiß Genthe. Die FDP-Fraktion habe deshalb einen Antrag in den Landtag eingebracht, um für den Sport eine Perspektive zu entwickeln. Dabei gehe es nicht um eine unverantwortliche Öffnung, sondern um ein differenziertes, verantwortungsvolles Vorgehen. „Wir brauchen mehr Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen beim Sport und einen verantwortungsvollen Stufenplan für die einzelnen Sportarten. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der Beschaffung von Luftfilteranlagen in Sporthallen und Fitnessstudios. Außerdem müssen Risikogruppen auch im Sport besonders geschützt werden, zum Beispiel bei Rehabilitationsmaßnahmen“, fordert Genthe.

Hintergrund: Die FDP-Fraktion hat heute ihren Antrag „Fit aus der Krise: Öffnungsstrategie für den Sport in Niedersachsen“ in den Landtag eingebracht.

 

Katrin van Herck
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