Statement Hermann Grupe zu den Streitereien über den Umgang mit dem Wolf

Hermann Grupe

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu den anhaltenden Streitereien zwischen SPD und CDU bezüglich des Umgangs mit dem Wolf sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Hermann Grupe:

„Die Situation in Niedersachsen eskaliert zusehends, während die langjährigen Versprechungen der Landesregierung, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, immer noch nicht umgesetzt werden. Dass das neue Jagdgesetz jetzt ohne diesen Passus formuliert wurde, ist vor allem auf die Streitereien zwischen den Koalitionspartnern zurückzuführen. Dabei ist diese Entscheidung seit Jahren überfällig.

Es wäre außerdem höchste Zeit, für Niedersachsen den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes festzustellen, denn der ist längst erreicht. Die Obergrenze sollte bei allerhöchstens 300 Tieren liegen, es leben aber bereits mehr als 400 hier und es werden jährlich etwa 150 mehr. CDU und SPD machen es sich zu leicht, wenn sie darauf verweisen, das sei Aufgabe des Bundes. Damit tun sie so, als hätten sie keinerlei Einfluss auf die Entscheidungen dort oder aber sie gestehen ein, dass das tatsächlich so ist.

Die Probleme mit dem Wolf nehmen zu, die Landesregierung bekommt die Lage aber immer noch nicht in den Griff. Wenn die Entwicklung so weitergeht, braucht man über Weidetierhaltung in Niedersachsen nicht mehr sprechen. Auch heimische Wildtiere werden früher oder später durch die hohe Population gefährdet sein. Die Landesregierung war und bleibt nicht handlungsfähig, was ein vernünftiges Wolfsmanagement angeht.“

 

Katrin van Herck
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