Statement von Lars Alt zum Antrag "Einbahnstraße Corona? - Interessen von Kindern und Jugendlichen in und nach der Pandemie stärker berücksichtigen"

Lars Alt

Der Niedersächsische Landtag beriet am heutigen Freitag den SPD/CDU-Antrag "Einbahnstraße Corona? - Interessen von Kindern und Jugendlichen in und nach der Pandemie stärker berücksichtigen". Dazu erklärt der jugendpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Lars Alt: 

"Genau wie die einfallslose Forderung zur Einrichtung eines neuen Kinderministeriums ist auch der heutige Entschließungsantrag der Großen Koalition keine Hilfe für die Corona-Generation, sondern ein Eingeständnis der eigenen Untätigkeit.

Es gibt ein Generationengefälle in der Bekämpfung der Pandemie. Die junge Generation hat weniger Chancen, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt. Sie hat weniger Möglichkeiten, ihre Freiheiten auszuleben und sie bekommt diese Freiheiten durch das späte Impfen auch als letzte Gruppe zurück. Schließlich trägt die junge Generation die Schulden, die während der Krise gemacht werden. Deshalb ist der mindeste Anspruch, den junge Menschen an die Landesregierung richten können, sich für eine Abmilderung der Pandemiefolgen für die Corona-Generation einzusetzen. Das gelingt mit einer belastbaren Bestandsaufnahme der psychosozialen Folgen der Pandemie, mit einem flächendeckenden Sommerprogramm, das soziale Teilhabe mit dem Aufholen von Lernrückständen verbindet und einer verstärkten Förderung der Familienhilfe. Aber die Wertschätzung gegenüber der jungen Generation bemisst sich auch am Grad der Beteiligung. Deshalb könnte die Große Koalition auch über eine Absenkung des Wahlalters bei den Landtagswahlen auf 16 Jahre unter Beweis stellen, wie ernst sie es mit den Belangen junger Menschen nach der Pandemie wirklich meint."

 

Franz Teresiak
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