Stefan Birkner: Niedersachsen braucht Exzellenz - Moderne Hochschulen für ein modernes Land

Stefan Birkner

Am gestrigen Mittwoch tauschten sich auf Einladung der niedersächischen FDP-Landtagsfraktion die Präsidenten der niedersächsischen Hochschulen, die Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, und Fachpolitiker der Landtagsfraktion über die Zukunft der Hochschulen aus. Für den Fraktionsvorsitzenden Stefan Birkner, liegt das Fazit des Austauschs auf der Hand: "Die Hochschul-, Wissenschafts- und Forschungspolitik ist von herausragender Bedeutung. Die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft lassen sich nur mit Hilfe der Wissenschaft bewältigen. Die Hochschul- und Wissenschaftspolitik darf daher nicht länger ein Schattendasein führen, sondern muss ins Scheinwerferlicht der Landespolitik rücken." Ziel müsse es sein, Niedersachsens Hochschulen wieder in die Exzellenz zu führen und jeden einzelnen Hochschulstandort aufzuwerten.

Dazu brauche es nicht nur eine konkurrenzfähige und verlässliche Grundfinanzierung, sondern auch eine echte Investitionsoffensive. Birkner: "Der Investitionsstau an den niedersächsischen Hochschulen beläuft sich mittlerweile auf 4,3 Mrd. Euro. Die Landesregierung hat bisher keine tragfähigen Konzepte zum Abbau vorgelegt. Das ist zu wenig. Wir brauchen an den Hochschulen eine transparente Vermögenserfassung, die eine Priorisierung der Investitionsmaßnahmen und eine bessere Planbarkeit ermöglicht. Auch Öffentlich-Private-Partnerschaften sind neben den direkten staatlichen Investitionen ein wichtiger Baustein, um die Hochschulen zu modernisieren." In dem Zusammenhang müsse auch der Hochschulentwicklungsvertrag ab dem Jahr 2024 zu einem langfristigen Hochschulrahemnvertrag umgebaut werden.

Weitere Schwerpunkte sieht Birkner im Vorantreiben der digitalen Transformation hin zu einer echten "Digitalen Hochschule Niedersachsen" und dem Gewähren von deutlich mehr Freiheit für die Hochschulen. "Es muss gelingen, analoge und digitale Lehr- und Lernformate systematisch zu vernetzen. Außerdem brauchen wir eine gemeinsame Einrichtung aller niedersächsischen Hochschulen, die den Austausch der digitalen Lehre koordiniert und allen Studierenden den Zugang zu allen digitalen Lehrangeboten ermöglicht. Übetriebene Detailsteuerung aus dem Wissenschaftsministerium ist in Niedersachsen der Bremsklotz der Hochschullandschaft. Die Hochschulen brauchen stattdessen mehr Autonomie beispielsweise für das Personal, die Finanzen, die Organisation und den Baubereich. Das Niedersächsische Hochschulgesetz muss reformiert und zu einem echten Hochschulfreiheitsgesetz werden. Mit all diesen Maßnahmen sind die Weichen dafür gestellt, dass Niedersachsens Hochschulen wieder in die Exzellenz geführt werden."

 

Hintergrund: Am gestrigen Mittwoch tauschten sich auf Einladung der FDP-Landtagsfraktion die Präsidenten der niedersächsischen Hochschulen, die Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, und Fachpolitiker der Landtagsfraktion über die Zukunft der Hochschulen aus

 

Katrin van Herck
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