Rückkehr zu G9 schon nach den Sommerferien möglich – Rot-Grün nicht ehrlich gegenüber Eltern und Schülern

Hannover. Aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion ist eine Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren bereits ab dem kommenden Schuljahr möglich. Das macht der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling deutlich. Politiker von SPD und Grünen hatten in einem Zeitungsbericht dagegen eine kurzfristige Abkehr vom Turbo-Abi für unmöglich erklärt. Försterling meint: „Die Erklärungsversuche von Rot-Grün sind wenig glaubwürdig. Wenn man die Rückkehr will, dann kann der Gesetzgeber es auch schnell umsetzen. SPD und Grüne gehen mit Schülern und Eltern nicht ehrlich um.“

 

 

Nach Auffassung der FDP-Fraktion lässt sich das Schulgesetz bereits im März im Landtag ändern. „Das Problem ist offenbar eher, dass Rot-Grün das gar nicht will“, meint Försterling. „Die Politik gegen die Gymnasien wird fortgesetzt. Es gibt keine sachlichen Gründe, weshalb die Gesetzesänderung bei Gesamtschulen in acht Wochen möglich war und bei Gymnasien ein halbes Jahr bis zum nächsten Schuljahr nicht ausreichen soll. Die Gründe sind eher in der rot-grünen Schul-Ideologie zu suchen.”

Auch die Arbeit an neuen Lehrplänen für das Abitur nach 12 Jahren zeige deutlich, dass das Dialogforum nur ein Placebo war. „Offenheit und Transparenz bleiben rot-grüne Worthülsen. In Wahrheit hat der Ministerpräsident der Kultusministerin über die Interviews zum Jahreswechsel schon aufgetragen, am G8 festzuhalten. Jetzt ziehen die Schulpolitiker von SPD- und Grünen-Fraktion nach.“ Die Kultusministerin sei offensichtlich nicht mehr Herrin der Lage, so Försterling. „Sie hat keinen Gestaltungsanspruch, keinen Plan und keine Konzepte. Die Ministerin kann einem fast schon leidtun.”