Stefan Birkner: Weitere Konsequenzen nach Krankenhaus-Mordserie notwendig – Arbeit beginnt erst

Hannover. Der FDP-Fraktionsvize Stefan Birkner hat weitere Konsequenzen nach der Krankenhaus-Mordserie in Niedersachsen gefordert. „Es handelt sich hier um eine Mordserie ungeahnten Ausmaßes. Wir müssen alles tun, um das zukünftig zu verhindern“, sagte Birkner am Mittwoch im Landtag. Aus den Empfehlungen des Landtags-Sonderausschusses müssten nun konkrete Handlungen abgeleitet werden – auch auf Bundesebene. „Jetzt beginnt die Arbeit erst“, so Birkner.

Der Krankenpfleger Niels H. wurde 2015 zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte Patienten ein Herzmedikament gespritzt, um bei ihnen Herz-Rhythmus-Störungen auszulösen und sich im Anschluss bei der Reanimation beweisen zu können. Verurteilt wurde er wegen fünf Taten. Durch die Exhumierung weiterer ehemaliger Patienten des Pflegers könnte die Zahl der Opfer noch steigen. Birkner betonte: „Diese schrecklichen Taten haben in einem besonders geschützten Bereich stattgefunden und deshalb das Grundvertrauen in soziale Einrichtungen erschüttert.“

Hintergrund: Im Landtag wurde am heutigen Mittwoch der Abschlussbericht des Sonderausschusses „Stärkung der Patientensicherheit und des Patientenschutzes“ besprochen. Der Ausschuss war eingesetzt worden, nachdem der ehemalige Krankenpfleger Niels H. durch ein Herzmittel reihenweise Patienten umgebracht hatte. Er war im vergangenen Jahr wegen fünf solcher Taten zu lebenslanger Haft verurteilt worden.