Susanne Schütz: Aerosol-Forschung jetzt vorantreiben

Als Grund für Ansteckungen in Innenräumen werden mehr und mehr sogenannte Aerosole gehandelt, kleine Schwebeteilchen in der Luft, die den Virus enthalten und über die Atmung aufgenommen werden. Über sie ist noch immer zu wenig bekannt. “Je näher der Herbst rückt, desto besser sollten wir über Aerosole und ihre Bedeutung für Neuinfektionen Bescheid wissen”, findet die wissenschafts- und baupolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Susanne Schütz. “Wenn es wieder kälter wird, halten sich die Menschen mehr in Innenräumen und bei geschlossenen Fenstern auf. Dann sollten wir wissen, wie hoch das Risiko ist und wie wir ihm begegnen können”, sagt sie. 

Forschung intensivieren und vernetzen

Schütz sieht die Niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in einer guten Position. Mit breitem Fachwissen und auch in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft soll an der Verbreitung in Innenräumen geforscht werden. Neben Medizinern sollen hier vor allem andere Experten einbezogen werden, beispielsweise Architekten, Maschinenbauer aus dem Bereich Fahrzeugtechnik oder Physiker. Gleichzeitig soll die Suche nach geeigneten Gegenmaßnahmen beginnen. Insgesamt 10 Millionen Euro plant Schütz ein. Am Ende wünscht sich Susanne Schütz Handreichungen, die erklären, wie einer Infektion bei der Nutzung geschlossener Räume vorgebeugt werden kann. Zur Lüftung, Aufenthaltsdauer oder auch zur Umrüstung, bspw. von Belüftungsanlagen, sollen Empfehlungen entwickelt werden.


“Wir brauchen spätestens zum Start in die kühle Jahreszeit wissenschaftlich belastbare Handreichungen, damit die gefürchtete ‚zweite Welle‘ gar nicht erst kommt“
(Susanne Schütz, wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen)


Schütz will, dass Einrichtungen, wie Betriebe, Schulen und Hochschulen sicher aus der Sommerpause starten können. Mit weiteren Informationen soll die breite Öffentlichkeit darüber informiert werden, wie sich Menschen in Innenräumen schützen können. Die Landtagsabgeordnete treibt an: Spätestens bis zum 1. August solle die Landesregierung eine Strategie vorlegen. Sie sagt: „Schulen, Universitäten, Kultur, Betriebe, Geschäfte, ÖPNV und viele mehr brauchen spätestens zum Start in die kühle Jahreszeit wissenschaftlich belastbare Handreichungen, damit die gefürchtete ‚zweite Welle‘ am besten gar nicht erst kommt.“