Susanne Schütz: Landesregierung muss dringend Fahrt aufnehmen bei der Hebammenausbildung – Bisher gibt es kein schlüssiges Konzept

Der im heutigen Sozialausschuss vorgestellte Stand der Planungen zur Neugestaltung der Hebammenausbildung bewertet die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schütz, als nicht ausreichend. „Ein erstes Zusammentreffen der betroffenen Akteure ist wichtig und richtig, aber es müssen jetzt schnell konkrete Planungen folgen. Die Landesregierung muss dringend mehr Fahrt aufnehmen in Sachen Hebammenausbildung“, so Schütz. Deutschland habe sich schließlich verpflichtet, die Hebammenausbildung bis zum Januar 2020 in ein Studium zu überführen, damit die Ausbildung endlich europaweit vergleichbar und ein Wechsel innerhalb der EU möglich sei.

Die Anforderungen an die Hebammen seien kontinuierlich gestiegen, die EU fordere deshalb zu Recht einen 12-jährigen Schulbesuch und einen deutlich höheren wissenschaftlichen Anteil in der Ausbildung. „Das bedeutet, dass der Hebammenberuf zukünftig ein Studium voraussetzt, da muss man sich nicht in die Tasche lügen. Wir brauchen auch keine Doppelstrukturen, wie die SPD sie auf Bundesebene fordert, wir brauchen eine einheitliche Ausbildung für ein einheitliches Berufsbild. Die Hebammenschulen sollten mit einem möglichst hohen praktischen Anteil weiterhin einbezogen werden, der akademische Teil ist an den Hochschulen anzusiedeln“, so Schütz weiter. Den Rahmen dazu habe die FDP-Fraktion bereits in einem eigenen Antrag skizziert.

Hintergrund: Im heutigen Sozialausschuss fand eine Unterrichtung zum aktuellen Stand der Planungen hinsichtlich der Neugestaltung der Hebammenausbildung statt.