Sylvia Bruns: Eizellspende soll legalisiert werden – Verbot ist nicht mehr zeitgemäß

Hannover. Die FDP-Fraktion im Landtag setzt sich für die Legalisierung der Eizellspende ein. Ein Verbot sei in einer modernen Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Sylvia Bruns. Ein entsprechender Entschließungsantrag (siehe Anhang), der im Landtag beraten werden soll, sieht vor, das Embryonenschutzgesetz so umzugestalten, dass Frauen unter bestimmten Regeln und personenbezogen Eizellen spenden oder empfangen können.

Bislang ist die Eizellspende in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz verboten. „Für viele kinderlose Paare ist das aber die einzige Chance, einen Kinderwunsch zu realisieren“, weiß Bruns. Das werde auch dadurch deutlich, dass viele Paare inzwischen in andere Ländern der EU ausweichen, wo die Eizellspende durchgeführt werden darf.

Die Spende soll nach dem Willen der FDP-Fraktion sowohl heterosexuellen als auch homosexuellen Paaren ermöglicht werden, wenn sie ihren Kinderwunsch aus biologischen Gründen nicht selbst realisieren können. „Auch homosexuelle Paare wünschen sich Kinder, können diesen Wunsch aber oft nur schwer realisieren. Hier kann die Eizellspende helfen“, so Bruns.

Bereits auf ihrem Landesparteitag hatte die FDP einen entsprechenden Antrag beraten. Zudem soll beim Bundesparteitag in Dresden (10. und 11. Mai) über das Thema beraten werden.