Sylvia Bruns: Pflegenotstand an der MHH-Kinderintensivstation ist alarmierend – FDP fordert Aufklärung und schnelle Gegenmaßnahmen

Die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Sylvia Bruns, fordert eine schnelle und umfassende Aufklärung der heute in den Medien berichteten rund 300 Fälle schwerstkranker Kinder, die aufgrund von Pflegekräfte-Mangel von der MHH abgewiesen wurden. „Die heutige Berichterstattung ist alarmierend, die beschriebenen Zustände sind nicht akzeptabel. Das Sozialministerium kann nicht dabei zusehen, wie schwerstkranke Kinder von Krankenhäusern abgewiesen werden. Wie lange weiß das Ministerium schon von dieser katastrophalen Situation? Was ist aus den abgewiesenen Kindern geworden? Diese Fragen müssen geklärt werden, deshalb hat meine Fraktion eine Unterrichtung im Sozialausschuss beantragt“, erklärt Bruns. Sie fordere die Landesregierung auf, schnell und mit Nachdruck aktiv zu werden. „Unser Vorschlag, spezielle Pflege-Fallpauschalen in den Krankenhäusern einzuführen, liegt bereits seit Februar auf dem Tisch. Das wäre ein erster, wichtiger Schritt, um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken. Die Landesregierung muss hier via Bundesrat Druck machen, damit endlich etwas passiert“, so Bruns weiter. Bislang werde durch die generellen Fallpauschalen oft an der pflegerischen Tätigkeit eingespart.

Hintergrund: Wie mehrere Medien heute übereinstimmend berichten, muss die Medizinische Hochschule Hannover regelmäßig schwer kranke Kinder abweisen, weil auf der Kinderintensivstation nicht genügend Pflegepersonal vorhanden ist. Allein in diesem Jahr habe die Klinik 300 Kinder nicht aufnehmen können, darunter 100 Kinder mit lebensbedrohlichen Erkrankungen. Die FDP-Fraktion hatte bereits im Februar umfassende Maßnahmen zur Reform der Kranken- und Altenpflege in Form eines Entschließungsantrages in den Landtag eingebracht.