Unterrichtsversorgung an Schulen in Niedersachsen

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Das Schuljahr 2020/2021 hat begonnen und selbstverständlich dreht sich zunächst alles um das Thema Corona und wie ein Schulbetrieb möglich gemacht werden kann. Als FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen haben wir dazu bereits viele Positionen erarbeitet und in das parlamentarische Verfahren eingebracht, beispielsweise die Forderung nach umfassender Digitalisierung der Lerninhalte, der Ausstattung von Schülern und Lehrkräften mit digitalen Endgeräten und die landesweite Förderung von Luftfilteranlagen für die Klassenräume.
Neben diesen hochaktuellen Themen wollen wir aber auch nicht den Blick dafür verlieren, dass auch Lehrkräfte da sein müssen, wenn der Schulbetrieb regulär laufen kann. Daher haben wir die vorläufigen Prognosedaten zur Unterrichtsversorgung für das Schuljahr 2020/2021 abgefragt. Aus der Antwort der Landesregierung ergibt sich folgendes Bild:

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Das bedeutet, dass die Unterrichtsversorgung im Vergleich zum Vorschuljahr gesunken ist auf einen Wert von 98,18 %. Dem Kultusminister ist es nicht gelungen genügend Lehrkräfte für den tatsächlichen Bedarf einzustellen, aber nicht nur wegen des Lehrermangels, sondern auch, weil zu wenig Stellen ausgeschrieben worden sind. Mit dem kommenden Haushaltsjahr will die Landesregierung sogar rund 700 Stellen kürzen. Aus unserer Sicht ein falsches Zeichen bei knapp 25.000 Fehlstunden pro Woche, Fort- und Weiterbildungen, Krankheitsausfälle, Mutterschutz und Elternzeit noch nicht eingerechnet.


Wie bereits in den vergangenen Jahren sind insbesondere die Förder-, Haupt-, Real- und Oberschulen von der schlechten Unterrichtsversorgung betroffen. Aber auch an den Gesamtschulen und Gymnasien hat sich die Situation verschlechtert.


Die Antwort der Landesregierung finden Sie ebenfalls in dieser Information. Die Landesregierung schreibt zu diesen Werten:


Es handelt sich bei den Prognosewerten um Werte, die auf Basis der bisher bekannten Daten ermittelt werden und die insofern nur begrenzte Aussagekraft besitzen. Die Daten sind nicht vergleichbar mit einem stichtagsbezogenen Unterrichtsversorgungswert. Bei der Erhebung zur Unterrichtsversorgung an den allgemein bildenden Schulen werden durch die Fachanwendung izn-stabil Daten in höherem Maße erfasst. Es handelt sich dabei um stichtagsbezogene Daten.

Gleichwohl haben die Daten eine Aussagekraft und spiegeln eine Tendenz der Entwicklung der Unterrichtsversorgung in Niedersachsen wider. Die eingefügten Prozentwerte der Unterrichtsversorgung sind nicht von der Landesregierung ermittelt worden, sondern von der FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen. Hierzu haben wir die Sollstunden, die sich aus dem Grund- und dem Zusatzbedarf ergeben, in Relation zu den Iststunden gebracht.

Die Karte der Unterrichtsversorgung

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Infomappe zur Unterrichtsversorgung